
Die Braunbandschabe ist bekannt als Vorratsschädling, welche auch gesundheitliche Schäden am Menschen verursacht. Die Braunbandschabe gehört zur Familie der Waldschaben (Ectobiidae). Die Braunbandschabe ist nachtaktiv und verbringt den grösstenteils des Tages in Verstecken. Die Sichtung des Tieres ist trotz Befall sehr selten, es könnte sich eine grosse Population bilden, ohne dass man dies mitbekommt. Die Ootheken (Ei-Paket) wird in der Nähe der Verstecke abgeworfen.
Braunbandschabe (Supelle longipalpa)
- Reich: Tiere (Animalia)
- Stamm: Chordatiere (Chordata)
- Klasse: Insekten (Insecta)
- Ordnung: Schaben (Blattodea)
- Familie: Waldschaben (Ectobiidae)
- Gattung: (Supella)
- Art: Braunbandschabe (Supelle longipalpa)
Grösse:
- Männchen Kopf- Rumpf Länge: 13-15 mm
- Weibchen Kopf- Rumpf Länge: 10-12mm
- Männchen sind im Gegensatz zu Weibchen flugfähig
Aussehen:
- Braunband: Die Braunbandschabe hat auf den Vorderflügel ein mehr, mal weniger starke Ausprägung eines waagrechten braunen Striches/Band.
- Farbe: Braun-metallischer Schimmer
Lebenszyklus:
- Fortpflanzung: Nach 80-355 Tagen ist eine Braunbandschabe vollständig entwickelt und bereit Nachkommen zu zeugen.
- Ootheken: Entwicklungsdauer: 17 - 40 Tage
- Oothek: Das Oothek wird ca. 24 - 36h vor Abwurf getragen
- Eiablage: 13 - 18 Nymphen pro Oothek (Eipaket), 13 Ootheken pro Schabenleben
- Lebensdauer: 150 - 410 Tage
Lebensraum:
- Die Braunbandschabe bevorzugt eine hohe Temperatur, auf Feuchtigkeit ist diese weniger angewiesen als andere Schaben-Arten. Meist sind diese unter Küchengeräten, bei Rohrheizungen und in technischen Geräten direkt anzutreffen. Die Ootheken werden meist im oberen Raumdrittel abgelegt. In Gaststätten, Küchen, Hotelbetrieben und auch Krankenhäuser treibt die Braunbandschabe ihr Unwesen. Die Braunbandschabe produziert drei verschieden Pheromone:
- Sexualpheromon: Bei Paarungswilligen Weibchen, zur Fortpflanzung.
- Aggregationspheromon: Im Kot der Braunbandschabe zur Signalisation von gemeinsamen Verstecken
- Dispersionspheromon: Gegenspieler des Aggregationspheromon, führt bei zu vielen Individuen zur Ausbreitung einer Population.
Ernährung:
- Omnivor: Allesfresser, dadurch ist die Braunbandschabe ein anpassungsfähiger Schädling.
Verhalten:
- Sozial: Lebt in Gruppen.
- Nachtaktiv: Die Braunbandschabe ist nachtaktiv und verbringt den grösstenteils des Tages in Verstecken. Die Sichtung des Tieres ist trotz Befall sehr selten, es könnte sich eine grosse Population bilden, ohne dass man dies mitbekommt.
Gefahren:
- Schäden: Können Vorräte und Wohnräume verunreinigen, durch Transport von Bakterien, Keime, Pilze und Viren.
- Allergie: Die Braunbandschabe kann bei Säuglingen, Kinder und Jugendlichen eine Ursache sein bei der Entwicklung von Allergien, wie Asthma und Heuschnupfen. Kinder, welche in einem kontaminierten Umfeld gross werden haben eine grössere Wahrscheinlichkeit, Asthma oder Heuschnupfen zu entwickeln.
Krankheitsübertragungen:
- Ist Träger von diversen Bakterien, Pilzen, Einzeller und Viren. Ausserdem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder an Allergien erkranken, wenn sie in einem kontaminierten Bereich aufwachsen.
Nahrungsmittel:
- Speisen und Getränke sicher lagern und Vorratsräume regelmässig überprüfen.
- Lebensmittelreste und Abfälle in verschliessbaren Behältern entsorgen.
Hygiene:
- Keine offenen Mülltonnen oder -säcke stehen lassen.
- Regelmässige Reinigung von Flächen und Räumen.
Haus und Garten:
- Monitoring aufstellen.
- Umfassende Beratung eines Schädlingsbekämpfers zu Rate ziehen.
Verhalten:
- Falleinsätze und Köder nur in Absprache mit Schädlingsbekämpfern verwenden. Kein direktes Handling der Tiere ohne Schutzmassnahmen.
Gartenpflege:
- Fallobst im Garten regelmässig aufsammeln.
- Komposthaufen weit entfernt vom Gebäude lagern.
