
Der Vogelfloh ist ein parasitärer Blutsauger, der vor allem Vögel, aber auch Säugetiere und gelegentlich den Menschen befällt. Er lebt in Nestern und Vogelunterkünften und springt auf seinen Wirt, um Blut zu saugen. Besonders betroffen sind Hühner, Tauben und Wildvögel.
(Bild: Katzenfloh)
Vogelfloh (Ceratophyllus gallinae)
- Reich: Tiere (Animalia)
- Stamm: Gliederfüssler (Arthropda)
- Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
- Ordnung: Flöhe (Siphonaptera)
- Familie: (Pulicidae)
- Gattung: (Certaophyllus)
- Art: Vogelfloh (Certaophyllus gallinae)
Grösse:
- Kopf- Rumpf Länge: 2-3 mm
Aussehen:
- Farbe: Bräunlich
Lebenszyklus:
- Fortpflanzung: Nach der Paarung in ihren Verstecken legt das Weibchen Eier in Vogelnester oder in die Umgebung ab.
- Eiablage: Ein Weibchen legt bis zu 20 Eier pro Tag, die sich in Nestmaterial und Spalten sammeln.
- Entwicklung: Nach etwa zwei bis fünf Tagen schlüpfen die Larven des Vogelflohs, die sich von organischen Materialien und Hautschuppen ernähren. Nach weiteren 7–14 Tagen verpuppen sie sich. In ihrem Kokon können sie Wochen bis Monate auf einen passenden Wirt warten. Sobald ein Wirt in der Nähe ist, schlüpfen die adulten Flöhe und beginnen mit der Blutmahlzeit.
- Lebensdauer: Adulte Vogelflöhe leben bis zu einem Jahr, können jedoch monatelang ohne Nahrung überleben, indem sie in ihrem Kokon ruhen.
Lebensraum:
- Lebt bevorzugt in Verstecken nahe am Primarwirt, kann bei Renovierungsarbeiten oder Vegrämung des Primarwirts ins Gebäude gelangen und den Menschen als Sekundarwirt nehmen
Ernährung:
- Ernährt sich ausschliesslich von Blut
Verhalten:
- Der Vogelfloh ist nachtaktiv, und sucht sich Ihren Wirt. Bei Massenbefall durch Spalten können die Flöhe sich ins Gebäude verirren.
Stich:
- Mit dem Mundwerkzeug durchdringt die Vogelfloh die Haut und entnimmt dem Opfer Blut
- Benötigt mehre Minuten für die Blutentnahme
Krankheitsübertragungen:
- Der Vogelfloh kann beim Menschen allergische Reaktionen, starke Hautreizungen und Juckreiz verursachen.
Taubennester entfernen:
- Da der Mensch für den Vogelfloh ein sekundär Wirt ist, liegt der Ursprung bei Hauptwirt. Taubennester müssen bei Möglichkeit entfernt werden, gemäss den Richtlinien des Jagdgesetzes
Zugang für Tauben versperren:
- Dachböden, Lüftungsschlitze und Fassadenöffnungen abdichten, um Taubenansiedlung zu verhindern.
Wohnräume abdichten:
- Ritzen, Spalten und Zugänge zu Dachböden schließen, damit sich der Vogelfloh nicht in Innenräume ausbreiten.
Professionelle Schädlingsbekämpfung bei Befall
- Chemische und physikalische Massnahmen durch Fachleute helfen, einen bestehenden Befall nachhaltig zu bekämpfen.
